Cellini zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik
Meine Wirksamkeit dehnt
sich nur durch den Widerstand in der Natur durch die Zeit aus. Ich
trage in die Natur gleichsm hinein, weil sie sich / mir immer entgegenstemmt, welches Entgegenstemmen ich nur allmählig entfernen kann.
Mein Wille qualis talis
ist frei; ich gebe ihn mir selbst; meine Kraft aber in der Sinnenwelt,
wodurch ich z. B. einen Körper fortbewegen soll, soll etwas Gegebenes
sein, weil sie als Objekt erscheint, und zwar nicht bloß als Objekt,
sondern als SubjektObjekt.
Die sinnliche Kraft in
Beziehung auf unser Denken ist zuvörderst ein Begriff, der aber nicht
entsteht durch Anschauung eines Objekts, sondern durch das Denken des
Mannigfaltigen in einer gewissen Verbindung. Kraft ist daher ein
synthetischer Begriff, sie wird nicht ange-schaut, sondern gedacht. Wenn
ich das Mannigfaltige des Gefühls, das zufolge des Wollens entstehen
sollte, zusammenfasse, so bekomme ich den Begriff von Kraft.
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J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, S. 130f.
Nota II.
Hier ist erst von der 'Reihe' die Rede: vom Nacheinander, welches die Zeit stiftet; nicht aber von ihrer Dauer.
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