Mittwoch, 10. Juni 2026

Reale und ideale Tätigkeit.

Beate Güldner                                 zu Wissenschaftslehre...  aus Marxiana

Die Erzeugung der Bedürfnisse ist der 'Grund', das Materiale der reellen Geschichte; der 'Grund', das Materiale, der 'Stoff' der ökonomischen Form bestimmung ist hingegen die Entscheidung darüber, welches Bedürfnis gelten soll: nämlich in der Gesellschaft. 

Das ist ein faktisches Ereignis, das der 'Formbestimmung' zu Grunde liegt: und der 'Grund' kommt als solcher im Prozess der Formbestimmung nicht vor - weil er sie ja eben 'begrün-det'; kommt also in der Darstellung der Formbestimmung ebenfalls nicht vor; Formbestim-mung
= Kategorien.

Also kann der 'Stoff' des ökonomischen Prozesses in der 'dialektischen', nämlich kategori-alen Darstellung gar nicht auftreten: Er liegt außerhalb ihrer 'Grenzen'.

Das Erzeugen des Bedürfnisses ist die 'reale' Tätigkeit; das Bestimmen, 'was', bzw. 'wieviel' das Befürfnis gelten soll - also nach dem 'an-sich'-Setzen des Bedürfnisses sein Bestimmen als ein solches - das ist die reflektierende, die 'ideale' Tätigkeit.  

Und in dieser 'materialistischen' Darstellung liegt es unterm Auge, dass es sich 'in Wirk-lichkeit' nur um ein und dieselbe Tätigleit handelt: Bedürfnis ist 'Wert'-Bestimmung, 'Wert'-Setzung: 'was' ('wieviel') das 'Ding' mir, nämlich meinem Zweck, 'wert' ist. Aber sobald ich in Gesellschaft existiere, 'setze' ich nicht allein: Die 'Dinge' sind nun nicht schon 'meine'; ich kann sie nur in Gesellschaft aneignen, und meine Zeit ist nicht nur 'meine': Auch sie muss ich mir in der und durch die Gesellschaft erst aneignen; ich bin nur mittelbar Eigentümer sowohl der 'Dinge' als auch meiner selbst, d. h. meiner Zeit. D. h. ich bin beherrscht - sei es durch Personen, sei es durch den allgemeinen Zusammenhang zwischen den Personen.

14. 9. 87


Nachtrag. - Der Versuch, die Begriffe des einen philosophischen Systems wörtlich und unvermittelt in ein anderes philosophisches System zu übersetzen,* wird immer ein wenig belustigen. Aber wie soll man anders anfangen, wenn man die Vermutung einer logischen Verwandtschaft überprüfen will? Es ist ja klar, dass auch die größte Passgenauigkeit gege-benenfalls nur sozusagen gilt; aber das wäre die Spur, die weiter zu verfolgen ist.
20. 11. 16 

*) ... die Begriffe der Wissenschaftslehre in den Worten der Kritik der Politischen Ökonomie, und umgekehrt.

Dienstag, 9. Juni 2026

Marxens 'Plan' in Heft II.

                                      zu Wissenschaftslehre  aus Marxiana

❲I. 1) Allgemeiner Begriff des Capitals. – 2) Besonderheit des Capitals: Capital circulant. Capital fixe. (Capital als Lebensmittel, als Rohstoff, als Arbeitsinstrument.) 3) Das Capital als Geld. II. 1) Quantität des Capitals. Accu-mulation. – 2) Das an sich selbst gemeßne Capital. Profit. Zins. Werth des Capitals; d. h. das Capital im Unter-schied von sich als Zins und Profit. 3) Die Circulation der Capitalien. α) Austausch des Capitals mit Capital. Austausch des Capitals mit Revenue. Capital und Preisse. β) Concurrenz der Capitalien. γ) Concentration der Capitalien. III. Das Capital als Credit. IV. Das Capital als Actiencapital. V. Das Capital als Geldmarkt. VI. Das Capital als Quelle des Reichthums. Der Capitalist. Nach dem Capital wäre dann das Grundeigenthum zu be-handeln. Nach diesem die Lohnarbeit. Alle 3 vorausgesezt, die Bewegung der Preisse, als die Circulation nun bestimmt in ihrer innern Totalität. Anderseits die 3 Klassen als die Production gesezt in ihren 3 Grundformen und Voraussetzungen der Circulation. Dann der Staat. (Staat und bürgerliche Gesellschaft. – Die Steuer, oder die Existenz der unproductiven Klassen. – Die Staatsschuld. – Die Population. – Der Staat nach aussen: Colonien. Auswärtiger Handel. Wechselkurs. Geld als internationale Münze. – Endlich der Weltmarkt. Uebergreifen der bürgerlichen Gesellschaft über den Staat. Die Crisen. Auflösung der auf den Tauschwerth gegründeten Produc-tionsweise und Gesellschaftsform. Reales Setzen der individuellen Arbeit als gesellschaftlicher und vice versa.)
_____________________________________________________
Marx, Grundrisse, MEGA II/1.1, S. 187   [MEW 42, S. 188]     
 

Nota.  Nach zwei vergeblichen Anläufen war es Marx schließlich gelungen, mit der Arbeit an 'seiner Ökonomie' zu beginnen. Die Vorstellung, gleich mit der Niederschrift zu begin-nen, hatte er aufgeben müssen, stattdessen beginnt er mit der umständlichen Rezension eines Werks des Proudhonisten Alfred Darimon, Über die Refom der Banken. In der Arbei-terbewegung ist Proudhon damals noch sein Hauptgegner: Er will das Kapital durch Mani-pulationen in der Zirkulation abschaffen und verwirft den politischen Kampf. Dagegen er-klärt Marx das Kapital aus den Produktionsverhältnissen, die nur durch gewaltsamen Ein-griff in die Eigentumsverhältnisse, und folglich durch eine politische Revolution zu über-winden sind. 
 
Die Kritik an Darimon-Proudhon ist also der probate Zugang zu seiner Darstellung des Kapitalverhältnisses. Ab S. 7/Heft I (MEGA II/1.1, S. 61/ MEW 42, S. 62) verlässt Marx das Buch Darimons und geht zu einer eigenen Darstellung der Entstehung und des Wesens des Gelde über. Die erste Hürde ist geschafft, Marx hat einen Zugang zum Thema gefun-den.

Aber noch immer glaubt er, an einer eigenen 'Politischen Ökonomie' zu arbeiten: das von Ricardo unvollendet gelassene 'System' abzuschließen, indem er die verbliebene Lücke füllt und erklärt, wie dasjenige, was das Kapital ausmacht, der Mehrwert, überhaupt entsteht. So weit ist er nämlich selbst noch nicht! Er versucht, anknüpfend an die Analyse des Geldes, den Mehrwert aus dem Wert zu erklären. Erst als ihm das misslingt und er auf die histori-sche Voraussetzung der "sogenannten ursprünglichen Akkumulation" als Bedingung für den ungleichen Tausch zwischen Kapital und Arbeit stößt, verwendet er erstmals den Ausdruck "Kritik" der Politischen Ökonomie: Political Economy, Criticism Of.

Wer's nicht glaubt, findet in obiger Stelle einen der zahlreichen 'Pläne', die Marx im Verlauf seiner Arbeit aufgeschrieben hat: ein Buch 'über alles'; bloß nicht über Mehrwert, unglei-chen Tausch und "ursprüngliche Akkumulation".
JE,
5. 3. 16

Montag, 8. Juni 2026

Omnis negatio...

                              zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

Man denkt nicht deutlich und kann nichts deutlich denken, ohne sein Gegenteil zugleich mitzudenken.
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J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982
, S. 36 

 

Nota. - Omnis positio est negatio? - Omnis negatio est positio.

Im spinozischen Original ist nicht von positio, sondern determinatio die Rede: 'Jede Be-stimmung ist Verneinung'. Das geht nur, wenn man die möglichen Bestimmtheiten als vorgegeben auffasst: als ob sie in einem Setzkasten vorrätig wären und die eine nicht das bedeuten kann, was alle anderen bedeuten. Will sagen: Der Umfang aller möglichen Be-stimmungen ist gegeben. 

Es impliziert einen obersten Bestimmer, der für alles im Voraus gesorgt hat. Wenn ich den nicht voraussetze, ist der Satz so nicht möglich. 

Ich müsste stattdessen vom Gegebenen - positum - reden: Ich kann nichts (Gegebenes) deutlich denken, ohne sein Gegenteil zugleich mitzudenken. Das Gegebene ist keine be-stimmte Menge, sondern Alles, dem ich in der Welt begegnen könnte - und das ist unend-lich viel. Wenn ich eines aus dieser unendlichen Menge als dieses und kein anderes be-stimmen will, geht es nur so, dass ich in dieser Menge ein schon in seiner Eigenheit be-stimmtes Partikel auswähle und sage: Genau das ist es nicht. 

Mindestens ein Positum muss immer als dieses und kein anderes vorangestellt werden, wenn ich irgend ein anderes Gegebenes als dieses und kein anderes bestimmen will. 

Das alles wäre ganz sinnlos, wenn alles bestimmt oder alles unbestimmt wäre. Es hilft nichts: Irgendwo muss man mit dem Bestimmen anfangen. Und irgendwer musste mit dem Bestimmen angefangen haben; ohne den gehts nicht.

Und auch dieses noch: Was nicht gesetzt war, kann nicht verneint werden, und was als dieses verneint wurde, ist ipso facto als dieses gesetzt. 
JE 

 

Sonntag, 7. Juni 2026

Wissenslehre: durch einander.

                      zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

Begründung der Wissenschaftslehre; Unbedingtheit des wahren Wissens; Die proble-matische Bedingungslosigkeit der Wahrheit:

Wenn überhaupt 'es' Wahrheit geben 'soll', so muß sie unbedingt sein (  unbedingt gelten; denn 'Wahrheit' bezieht sich ohnehin nur auf Geltung; nicht auf sinnlich Gegebenes.)

Unbedingt = ihre Geltung beruht "in" ihr selbst und nicht "auf" einem Anderen; welches andere - als der 'Grund', auf dem sie 'beruht' - sonst selber die Wahrheit wäre, und so weiter in infinitum. -

Nun gibt es nur zwei Möglichkeiten: (1) [unendliche Reihe]: hinter jeder Denkbestimmung, welche 'gilt', lässt sich immer noch eine andere 'auffinden', auf welcher ihre Geltung beruht, und wir kämen nie zu einem Punkt, an dem wir halten und an den wir uns halten können; dann ist die Suche nach Wahrheit ein unendlicher Regress, in dem 'es' keinen Grund 'gibt'; also keine Wahrheit, und was immer wir sagen, möchte vielleicht den "Bedürfnissen" unse-rer Sinne (mit denen "die Natur" uns versehen hat) von Nutzen sein; aber einen Maßstab, nach dem wir die "Bedürfnisse" des einen im Vergleich zu den Bedürfnissen eines andern beurteilen könnten, gäbe es dann nie und nimmer...

- Diese erste Möglichkeit, regressus in infinitum, tritt nur ein unter der Voraussetzung, dass die Reihe der möglichen Denkbestimmungen eine unendliche ist; d. h. dass wir an keinem Punkt bei der analytischen Rückführung der Gültigkeit von Denkbestimmung Y auf Denk-bestimung X) auf Etwas stoßen, das in der bereits zurückgelegten Reihe schon einmal vor-gekommen ist. (2) [ Kreis]: Finden wir jedoch einen solchen Punkt, so ist der Regress an seinem Ende - und wir drehten uns im Kreis. Dann aber ist - mittelbar - jede Denkbestim-mung in jeder andern begründet (sofern man den ganzen Kreis genügend weit durchläuft). Dann begründen sie alle einander; begründen "sich" "durcheinander".

Doch dadurch ist der Kreis selber doch nicht begründet. Ob er als Ganzes "gilt", ist dann immer noch so fraglich, wie es vorhin bei der unendlichen Reihe war. Aber einen Schritt sind wir dennoch weiter: wenn 'es' Wahrheit 'gibt', dann könnte es jetzt nur noch der Punkt sein, der den Kreis-Lauf "zusammenhält"; als dasjenige, welches macht, dass eine Bestim-mung in allen andern begründet ist ('Mittelpunkt' wie 'Radius' des Kreises: kommen in keinem einzelnen Punkt auf dem Kreise selber vor; "begründet" aber jeden einzelnen von ihnen, so dass einer aus dem andern "folgt"; warum? Weil 'Mittelpunkt' und 'Radius' nur Handlungsanweisungen sind, wie der Kreis konstruiert werden soll.)

"Zusammen" hängen sie im Durcheinander ("totale Relation", GL); welches ist: die Form (eídos, Bild, schêma), durch welche sie zu Stande kommen; der Akt, in welchem sie 'gesetzt' werden; Form des Akts selbst (Form = geronnener Akt; Form des Akts "überhaupt" = Form der Form, "absolute" Form, Form an sich ;{WL 1804, S. 84}). [Von "ich p, dass q" bleibt nur noch: "p", da 'ich' und 'dass q' materiale Bestimmungen sind, die als zufällige fortfallen; welches "p" für sich aber nicht bestehen kann.]

Das Durcheinander ist Form der Form, und als solche Grund der Geltungen = "die Wahr-heit" selbst. Sie ist unbedingt, aber nur unter der - in einer anderen Ebene liegenden! - "Be-dingung", dass sie sein soll; gilt nur, weil und sofern die gelten soll. Diese Bedingung liegt außerhalb des Kreises selbst und nicht, wie das Durcheinander, "innerhalb". Ist durch Denkbestimmungen also nicht zu entscheiden (läge ja sonst im Kreis des Gewussten - und wäre realer "letzter Grund", auf den wir doch irgendwann hätten stoßen müssen). Ist nur durch Freiheit zu entscheiden; "praktisch", nicht theoretisch. (Lässt sich theoretisch nur mittelbar, apagogisch rechtfertigen, im modus tollens, durch reductio ad absurdum der ent-gegengesetzten Annahme: "Soll" es Wahrheit nicht geben (soll keine Geltung sein), dann ist jede Aussage in dieser Sache - und jede Aussage überhaupt - ungültig.)

Wie lässt sich nun die Frage: 'unendliche Reihe oder Kreis' entscheiden? Etwa faktisch, als wirkliche Durchmessung aller möglichen Denkbestimmungen und Auffinden eines (wirk-lichen) Punkts, in dem (wirklich) zwei (wirkliche) Denkbestimmungen gemeinsam begrün-det sind? Z folgt aus Y, Y folgt aus X, X aus W usw., bis: B folgt aus A, aber A folgt aus Z', und 'es zeigt sich', dass Z' ebenfalls aus... Y folgt... Die Lösung im Begriff der WL (1793) geht so: Wenn das Wissen eine unendliche Reihe ist, dann ist es nicht begründet; eine solche Annahme ist aber sinnlos, denn sie wäre ihrerseits - nicht begründet. Wenn überhaupt gültig gedacht (= gewusst) werden soll, dann muss vorausgesetzt werden, dass das wirkliche Wis-sen keine unendliche Reihe, sondern ein 'System' (Verweisungszusammenhang, Kreis usw.) ist; dieser ist aufzusuchen, indem von einer (x-beliebigen) wirklichen Denkbestimmung nach und nach alles Materiale [das Was der Aussage] abgezogen wird und nur noch die reine Form [das Dass: dass überhaupt ausgesagt wird...] zurückbleibt; eidetische Reduktion, epochê möchte man sagen. -

Denn ließe sich anders aus einer (faktischen) reellen Denkbestimmung tatsächlich jener Punkt herausfiltern, in dem sie mit den (oder auch nur mit einer) andern gemeinsam wirk-lich begründet ist, dann wäre das Problem theoretisch und positiv gelöst: wir hätten erwie-sen a) dass 'es' Wahrheit 'gibt', und b) worin sie "besteht" ("worauf" sie "beruht"). Alles andere könnten wir uns schenken. -

Tatsächlich ("real") ist das Wissen der Menschen (= Sinngebungen des Faktischen) von einer Bestimmung zur andern fortgeschritten; historisch ist es ein "Diskurs": ein Gewusstes wur-de auf einem Gewussten abgesetzt, "begründet"; indem ein bislang Unbekanntes auf ein schon Bekanntes "zurückgeführt", "durch" es "erklärt" wurde; also der tatsächliche Gang des menschlichen Wissens ist an sich 'diskursiv'; unabhängig vom Sein "magischer", mythi-scher oder sonstwelcher Repräsentionsweisen.

Diskursiv in specie wird das Denken, seit die neu hinzutretenden "Gewusstheiten" nach Regeln geprüft werden, bevor sie dem Wissensfundus einverleibt werden; d. h. verglichen werden mit dem schon Gewussten einerseits, und dem schon erworbenen Wissen über das Wissen andererseits ["Kritik"]. So beginnt Wissenschaft: punktuell durch Reflexion des re-ellen Wissens auf sich selbst, d. h. das Eintreten der "idealen" Tätigkeit in den Vollzug selbst der "realen" Tätigkeit. Ist aber dimensionell schon immer gegeben, sobald sich einer auch nur fragt: Stimmt das auch, was ich da zu wissen meine?

Wissenschaftslehre ist nun der Schritt, das Ganze angehäufte Realwissen daraufhin zu überprüfen, ob und wie es insgesamt begründet ist. Das heißt, die reale Anschatzung von Gewusstheiten im Verlauf unserer Gattungsgeschichte wird rückwärts auf ihre Gültigkeit überprüft. Also Gesetze, die das Denken in seinem vieltausendjährigen Vollzug sich selbst gegeben hat, werden ex post factum auf diesen Vollzug selbst zurückprojiziert [als dessen Maßstab hineingetragen]. Da kann man dann bis zu einem gewissen Grad der Gemein-plätzlichkeit sagen: "Die Leistungen des transzendentalen Subjekts sind nichts als die Er-werbungen unserer Gattungsgeschichte"; so Habermas in bemerkenswerter sachlicher Übereinstimmung mit Konrad Lorenz und den Vulgärpragmatisten, zu denen auch H. Vaihinger zu zählen ist: Das "Apriori" sei durch trial and error aufgefunden worden durch natürliche Auslese: indem es sich "bewährt" habe im Dienste "des Lebens".

Sei's.

Aber das sagt allenfalls etwas über die tatsächliche Nützlichkeit (pragmatische Richtigkeit) unseres Wissens. (Für die Realwissenschaften kommt es freilich auch nur darauf an.) Aber was Wahrheit ist, wissen wir darum noch lange nicht. Es hieße ja nur, dass die Instrumente, die wir uns selbst geschaffen haben, den Erfordernissen unserer Lebensnotdurft hinrei-chend "angepasst" sind; jusqu' à nouvel ordre: und dann bauen wir sie eben um, wie's uns passt.

Wir sind aber so reich geworden, dass es nicht mehr genügt (theoretisch!), uns unser Lebens aus der Notdurft ("Naturnotwendigkeit") begreiflich zu machen, und der Sinn ("Fort-schritt") der Menschheitsgeschichte[wenn sie denn einen haben "soll", kann es nur dieser sein] war der, dass nun schon viele von uns so wohllebend geworden sind, dass ihnen ein solches 'Begreifen' lebenspraktisch öd und entkräftend vorkommt. Sich am Leben erhalten ist ein Zweck ohne Würde.

So ist das "Bedürfnis", recte: Streben nach Wahrheit aufgekommen. Wenn sie keine Sorgen mehr um den Erhalt des Lebens haben, merken sie an der sich einstellenden langen Weile erst, dass sie einen Geist haben (Fichte, Rechtslehre 1812).

Wenn wir nun die einmal - historisch, "selektiv" - gewonnenen Maßstäbe für richtiges Den-ken im nachhinein - 'a posteriori' - an den Verlauf der tatsächlichen Wissensanhäufung in unserer Gattungsgeschichte herantragen, unterstellen wir ipso facto, dass dieselben Regeln allbereits gültig waren - 'a priori' -, bevor wir sie "entdeckt" haben. Anders wäre ihre (logi-sche) Anwendung auf den (historischen) Verlauf des Wissenserwerbs gar nicht gerechtfer-tigt. Also wir müssen das Resultat unseres Wissens ihm ex post als seine Begründung vor-aussetzen. ("dass das Apriori zuerst Aposteriori gewesen sein muss..." Fichte [wo?])

Wollen wir aber denken dürfen, müssen wir unser Aposteriori apriori hypostasieren (hypo-keimenon), und postulieren - müssen postulieren - einen Zirkel im Wissen. Dann ist das Wissen kein grundloser Regress in infinitum (und wäre folglich gar nicht), sondern ein "in sich selbst begründeter" Kreis. Als solcher ist er begründet in seinem Konstruktionsprinzip: Form der Form, Form des Akts, actus purus (factum absolute fiens, WL 1805, S. 87)

Die WL ist erst Meta-Logik; hernach materiale Logik (= Lehre von dem, was wahr ist; was gelten darf.) 
5. 6. 92


Anmerkung
Viel weiter bin ich bis heute nicht. Der Sache nach könnte ich den obigen Text jetzt noch schreiben.

Samstag, 6. Juni 2026

Das thetisch-antithetisch-synthetische Verfahren.

 J. F. Millet, Les bûcherons    zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

 3) Die Handlung, da man im Verglichenen das Merkmal aufsucht, worin sie entgegenge-setzt sind, heisst das antithetische Verfahren; gewöhnlich das analytische, welcher Ausdruck aber weniger bequem ist, theils weil er die Meinung übrig lässt, dass man etwa aus einem Begriffe etwas entwickeln könne, was man nicht erst durch eine Synthesis hineingelegt, theils weil durch die erste Benennung deutlicher bezeichnet / wird, dass dieses Verfahren das Gegentheil vom synthetischen sey. Das synthetische Verfahren nemlich besteht darin, dass man im Entgegengesetzten dasjenige Merkmal aufsuche, worin sie gleich sind. Der blossen logischen Form nach, welche von allem Inhalte der Erkenntniss, sowie von der Art, wie man dazu komme, völlig abstrahirt, heissen auf die erstere Art hervorgebrachte Urthei-le, antithetische oder verneinende, auf die letztere Art hervorgebrachte synthetische oder bejahende Urtheile

4) Sind die logischen Regeln, unter denen alle Antithesis und Synthesis steht, von dem dritten Grundsatze der Wissenschaftslehre abgeleitet, so ist überhaupt die Befugniss aller Antithesis und Synthesis von ihm abgeleitet. Aber wir haben in der Darstellung jenes Grundsatzes gesehen, dass die ursprüngliche Handlung, die er ausdrückt, die des Verbin-dens Entgegengesetzter in einem Dritten, nicht möglich war ohne die Handlung des Ent-gegensetzens; und dass diese gleichfalls nicht möglich war, ohne die Handlung des Verbin-dens: dass also beide in der That unzertrennlich verbunden und nur in der Reflexion zu unterscheiden sind. Hieraus folgt; dass die logischen Handlungen, die auf jene ursprüng-lichen sich gründen, und eigentlich nur besondere, nähere Bestimmungen derselben sind, gleichfalls nicht, eine ohne die andere, möglich seyn werden. 

Keine Antithesis ist möglich ohne eine Synthesis; denn die Antithesis besteht ja darin, dass in Gleichen das entgegengesetzte Merkmal aufgesucht wird; aber die Gleichen wären nicht gleich, wenn sie nicht erst durch eine synthetische Handlung gleichgesetzt wären. In der blossen Antithesis wird davon abstrahirt, dass sie erst durch eine solche Handlung gleichge-setzt werden: sie werden schlechthin als gleich, ununtersucht woher, angenommen; bloss auf das entgegengesetzte in ihnen wird die Reflexion gerichtet, und dieses dadurch zum deutlichen und klaren Bewusstseyn erhoben. – 

So ist auch umgekehrt keine Synthesis möglich ohne eine Antithesis. Entgegengesetzte sol-len vereiniget werden: sie wären aber nicht entgegengesetzt, wenn sie es nicht durch eine Handlung des /  Ich wären, von welcher in der Synthesis abstrahirt wird, um bloss den Beziehungsgrund durch Reflexion zum Bewusstseyn zu erheben. – Es giebt demnach überhaupt dem Gehalte nach gar keine bloss analytischen Urtheile; und man kömmt bloss durch sie nicht nur nicht weit, wie Kant sagt, sondern man kömmt gar nicht von der Stelle.

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J. G. Fichte, Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre, SW Bd. I, S. 112ff.

 

Nota. - Das ist also die Stelle, an der erstmals der moderne, nach-Hegelsche Gedanke der Dialektik ausgesprochen wurde. Allerdings nicht das Wort, mit dem später so viel Augenwi-scherei getrieben wurde. Hegel dürfte das Wort von seinem Jugendfreund Schelling über-nommen haben, bei dem es nur beiläufig vorkommt. Doch bei ihm tritt der springende Punkt auf, der eine vollständige Revision der Kritischen bzw. Transzendentalphilophie war.

Beim Fichteschen Original ist 'das Absolute', nämlich das absolute Ich, nicht die reale Vor-aussetzung für den Gang der Vernunft, sondern ein Reflexionsprodukt, das dem reellen Gang des Vorstellens nachträglich vorangestellt werden muss, um ihn begründen zu kön-nen. Das ist bis heute das Skandalöse daran. 

Das müsste es nicht, denn Fichte redet ausdrücklich von der Welt der Vorstellung, und nur als Vorstellung 'kommt' das absolute Ich 'vor', während Schelling schon zu der Zeit, als er als Anhänger Fichtes galt, dazu neigte, es als eine Spezifikation (Emanation sollte E. Lask es nennen) eines realen Absoluten erscheinen zu lassen. Das war aber keine Überwindung der Kritischen bzw. Transzendentalphilosophie, sondern ein Salto mortale hinter Kant zurück in den Dogmatismus. Schelling hat folglich ein Leben lang darüber geklagt, dass Hegel sein System bei ihm plagiiert hätte.

Wahr ist, dass Fichte 1800 in der Bestimmung des Menschen diesen Salto mortale selbst vollzogen hat. Aber das ist eine Geschichte für sich
JE       

                           


Freitag, 5. Juni 2026

Real und ideal gilt nur relativ.

Tsukahara

Es folgt also

Die Lehre von der produktiven Einbildungskraft.


Um uns den Weg zu bahnen, untersuchen wir erst etwas anderes. Wir orientieren uns eigentlich. Das gegenwärtig überlegte Denken war das reale Denken, es ist vermittelt durch das Denken der Bestimmtheit, einer verursachenden sachlichen / Kraft. Diese ist in gewis-ser Beziehung auch ideal. Es ist demnach hier Synthesis des Idealen und Realen.

(Die Begriffe Ideales uns Reales gelten nur relativ, in den Zwischenräumen liegen Mittel-glieder, die ideal und real sind, je nachdem man sie vorwärts oder rückwärts bezieht.)

Diese Synthesis und ihre Bestimmtheit ist wieder durch eine andere Synthesis vermittelt. Wir sehen, dass wir anstatt des obigen Plans, ein einzelnes Denken aneinander zu knüpfen, lauter Synthesen aufstellen. Die vermittelnde Synthesis nun, durch welche  hindurch die Bestimmtheit der physischen Kraft bestimmt würde, wäre das Entwerfen des Zweckbe-griffs, in der folgendes liegt: das Entwerfende, Tätige, dem - inwiefern es Intelligenz ist - entgegensteht die tätig sinnliche Kraft; zweitens das Bestimmte, was den wirklichen Zweckbegriff hat. 

Beides ist nur durcheinander möglich, dies ist nun selbst in gewisser Rücksicht im Ver-hältnisse der Idealität und Realität; nur betrachte man diese Objektivität noch nicht sinnlich, es ist bloß von Anhalten und Bestehen des Denkens die Rede, beides ist offenbar beiein-ander. Im Entwerfen ist die Aussicht auf den künftigen Zweckbegriff, im Realen ist der aufgefasste bestimmte Begriff vom Zwecke. (Wir können sagen: Das Ich entsteht für sich durch eine Synthesis seiner selbst als ideal und real, als bloß denkend und
[bloß] fühlend.
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J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 199f. 



Nota. - Dass die Wissenschaftslehre den Gang des lebendigen Vorstellens nachzeichne und nicht das Verhältnis definierter Begriffe zueinander, ist keine formale Unterscheidung. Der Begriff ist eingegrenzt, er endet, wo der Nachbarbegriff (den man insofern als seinen Ge-gen-Satz ansehen kann) anfängt. Im  lebendigen Vorstellen bleiben die Begriffe gleichsam als bloße Markierungen am Wegrand liegen; tatsächlich verweist jeder (reale) Fort-Schritt im Denken schon auf den möglichen nächsten und, wenn man (ideal) rückwärts blickt, noch auf den vorangegangenen. - Es ist ja immer nur ein Übergehen vom Bestimmbaren zum Bestimmten, und wo immer man sich befindet, ist - relativ; wie die Unterscheidung von Real und Ideal.
JE, 18. 3. 17

Donnerstag, 4. Juni 2026

Das Kapital kommt zunächst aus der Zirkulation her.

wasistwas

Das Capital kömmt zunächst aus der Circulation her und zwar vom Geld als seinem Aus-gangspunkt. Wir haben gesehn, daß das in die Circulation eingehende und zugleich aus ihr in sich zurückgehende Geld die lezte Form ist, worin das Geld sich aufhebt. Es ist zugleich der erste Begriff des Capitals, und die erste Erscheinungsform desselben. Das Geld hat sich negirt als blos in der Circulation aufgehend; es hat sich aber eben so negirt als selbstständig ihr gegenübertretend. Diese Negation zusammengefaßt, in ihren positiven Bestimmungen, enthält die ersten Elemente des Capitals. Geld ist die erste Form, worin das Capital als solches erscheint. G – W – W – G; daß das Geld gegen Waare und die Waare gegen Geld ausgetauscht wird; diese Bewegung des Kaufens um zu verkaufen, die die Form/bestim-mung des Handels bildet, das Capital als Handelscapital, findet sich in den frühsten Zu-ständen der ökonomischen Entwicklung; ist die erste Bewegung worin der Tauschwerth als solcher den Inhalt bildet, nicht nur Form ist, sondern sein eigner Gehalt. 

Die Bewegung kann vorgehn innerhalb von Völkern und zwischen Völkern, für deren Production keineswegs der Tauschwerth noch zur Voraussetzung geworden ist. Die Be-wegung greift nur das Surplus ihrer auf unmittelbaren Gebrauch berechneten Production an und geht nur an ihrer Grenze vor sich. Wie die Juden innerhalb der altpolnischen oder überhaupt mittelaltrigen Gesellschaft, so können ganze Handelsvölker, wie im Alterthum, und später die Lombarden, diese Stellung zwischen Völkern einnehmen, deren Producti-onsweise noch nicht der Tauschwerth als Grundvoraussetzung bedingt hat. 

Das commercielle Capital ist blos circulirendes Capital und das circulirende Capital ist die erste Form desselben; in der es noch keineswegs zur Grundlage der Production geworden. Eine weiter entwickelte Form ist das Geldcapital und der Geldzins, Wucher, dessen selbst-ständiges Auftreten ebenfalls einer frühen Stufe angehört. 

Endlich die Form W – G – G – W, worin das Geld und die Circulation überhaupt als bloses Mittel erscheint für die circulirende Waare, die ihrerseits wieder aus der Circulation heraus-tritt und direkt das Bedürfniß befriedigt, ist selbst die Voraussetzung jenes ursprünglichen Erscheinens des Handelscapitals. 

Die Voraussetzungen erscheinen an verschiedne Völker vertheilt oder innerhalb der Ge-sellschaft das commercielle Capital als solches nur bedingt durch diese rein auf die Con-sumtion gerichtete Circulation. Andrerseits ist die circulirende Waare, die Waare, die sich nur dadurch realisirt, daß sie die Form einer andren Waare annimmt, die aus der Circulation heraustritt, und unmittelbaren Bedürfnissen dient, ebenfalls als erste Form des Capitals, das wesentlich Waarencapital ist.
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K. Marx, Grundrisse, MEGA II/1.1, S. 175f.  [MEW 42, S. 178f.]      

 

Nota. – Ursprünglich stammt 'das Kapital' – eine große Menge Geldes, in einer Hand kon-zentriert – aus der Zirkulation; ursprünglich ist es peripher. Aber aus der Peripherie dringt es ins Zentrum vor, es "ergreift die Produktion". Die Produktion wird zu einem Moment der Zirkulation, die Zirkulation zu einem Moment der Produktion. Alle Momente der ge-sellschaftlichen Reproduktion bilden sich zu einem System. Kapital, das 'ursprünglich' nichts als eine große Menge Geldes war, entwickelt sich zu einer 'Systemeigenschaft'. 

Hat 'es selbst' sich verändert? Die 'Rolle', die es spielt, hat sich verändert. Die Vorausset-zung war eine rein historische: die Erzeugung einer großen Masse von Eigentumslosen. So konnten die großen Massen Geldes zu 'Kapital' überhaupt erst werden: zu Geld, das mehr Geld produziert.
7. 3. 16

 

Nota II. - Noch schwankt Marx: Soll er den Begriff zum Schrittmacher der reellen Bewe-gung machen, oder das historisch Wirkliche zum stofflichen Gehalt des Begriffenen? - Ja, wie man's nimmt. Dass beides gangbar ist - aber eigentlich beides nur zugleich und durch einander -, wird ihm in Zuge der Ausarbeitung als der springende Punkt der auch von ihm so genannten Dialektik klarwerden.
JE


 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Reale und ideale Tätigkeit; oder: Die pp. Dialektik.

                             zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

Der scharfe Unterschied zwischen idealer und realer Tätigkeit lässt sich leicht angeben. Die ideale Tätigkeit ist eine Tätigkeit in Ruhe, ein in die Ruhe Setzen, ein sich im Objekte Verlie-ren, ein im Objekte fixiertes Anschauen.  

Die reale Tätigkeit ist wahre Tätigkeit, die ein Handeln ist. 

Die ideale Tätigkeit kann auch in Bewegung sein, kann auch sein ein Übergehen; und beim Anschauen der Freiheit ist die ideale Tätigkeit wirklich ein solches Übergehen, nämlich die-ses Übergehen ist ein Anschauen nicht durch das Anschauen selbst, sondern es folgt aus dem Objekte, das angeschaut wird.  

Hier ists die Freiheit. Es ist im Anschauen nur ein Abdruck, ein Nachbild. Die ideale Tätig-keit hat den Grund ihres Bestimmtseins nicht in sich selbst, wie die reale, sie ist daher ru-hend. Der Grund der idealen Tätigkeit liegt in dem Realen, das sie vor sich hat.

Beide Tätigkeiten sind bloß begreiflich durch Gegensatz.  ___________________________________________ 
J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo,
 S. 48

 

Nota. -   Die von einem Plagiator mystifizierte Dialektik besteht in dem unablässigen Ne-ben einander von wirklichem Vorstellen und Vorstellen des Vorstellens, und ihr Witz liegt darin, dass beide immer nur gegen einander vorgestellt werden. Frieden mit einander wer-den sie niemals finden; denn zwischen ihnen liegt Freiheit.

Im realen Vorstellen muss ich die Dinge so und nicht anders vorstellen. Im idealen Vor-stellen kann ich es so oder anders tun. 
JE 

 

Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog. JE

Dienstag, 2. Juni 2026

Das Bestimmbare ist gegeben - aber zur Wahl gegeben.

                    zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

Das Bestimmbare erscheint nicht als hervorgebracht, weder durch reale noch durch ideale Tätigkeit; es erscheint als gegeben zur Wahl. Es ist gegeben heißt nicht, es ist dem Ich überhaupt gegeben, sondern dem wählenden, praktischen Ich. 
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J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, S. 57 
  

 

Nota. -  'Gegeben' ist nichts an sich. Es ist jemandem gegeben oder nicht; nämlich einem, der nehmen will.
JE 

Reale und ideale Tätigkeit.

Beate Güldner                                  zu   Wissenschaftslehre...    aus   Marxiana Die Erzeugung der Bedürfnisse ist der 'Gru...