aus Marx und FichteDas neokritische System.
Freitag, 13. Februar 2026
VII. Arbeit - Substanz oder Medium?
aus Marx und FichteDonnerstag, 12. Februar 2026
VIII. Das Arbeitsvermögen.
aus Marx und Fichte
Mittwoch, 11. Februar 2026
VII. Wirklich-ganz oder abstrakt-allgemein?
aus Marx und Fichte6) das Ganze oder das Allgemeine
Dienstag, 10. Februar 2026
IX. Dialektische Wechselbestimmung und realer Gegensatz
aus Marx und FichteMontag, 9. Februar 2026
X. Materialistische Geschichtsauffassung.
Sonntag, 8. Februar 2026
XI. Aktualität der Revolution.
aus Marx und FichteC
'Bedürfnis' ist bei Marx eine dynamische Kategorie. Es ist die Kraft, durch die das Subjekt sich selbst als Subjekt 'setzt':
'Bedürfnis' nimmt bei Marx systematisch denselben Platz ein wie bei Fichte Trieb bzw. Stre-ben, und entspricht der Husserl'schen Intentionalität.
*) Und nicht zu vergessen: Platos Eros, der ewig 'nach Schönheit strebt, weil er sie nicht hat'.
Samstag, 7. Februar 2026
Zweck - ein Sein ganz eigner Art.
team-event__________________________________________________________
J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 51f.
Nota. - Was die reale Tätigkeit aufhebt und vernichtet, ist das NichtIch, ein totes Sein, eine negative Größe. Hier wurde aber gesucht: das, was der idealen Tätigkeit entgegengesetzt wird, um sie als diese zu bestimmen; was sie nicht aufhebt und vernichtet, sondern im Ge-genteil hält: das Was der Bestimmung. Dieses ist nun selber kein Reales, keine Tätigkeit, sondern ein bloß Gedachtes, Noumenon, nämlich der Begriff von diesem Zweck. Der ist völlig 'in Ruhe', ist ein Sein ganz neuer, ganz eigener Art.
5. 8. 16
Freitag, 6. Februar 2026
Sein ist eine negative Größe.
Philipp Colla, El Capitán aus Wissenschftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik
Das Ich in C wurde gefunden als sich selbst setzend; wurde in C nicht in Tätigkeit, sondern in Ruhe gefunden, als ein sich selbst setzendes Gesetztes. Seine Tätigkeit als solche ist auf-gehoben, sie ist eine ruhende Tätigkeit, die aber doch eine Anschauung ist und bleibt. Wie nun allenthalben die Anschauung einem Begriffe entgegensteht und sie selbst nur durch diesen Begriff möglich ist, so ists auch hier. Dies [dem] C Entgegengesetzte ist nun das, was wir oben D nannten. Der Charakter des Begriffs überhaupt ist Ruhe, nun ist C als Anschau-ung betrachtet schon Ruhe, da nun D in Rücksicht auf C Ruhe ist, so ist es Ruhe der Ruhe; was ist nun D?
Indem C dem D
entgegengesetzt wird, ist es allerdings Tätigkeit, die durch freie
Selbstbe-stimmung zur wirklichen Tätigkeit hervorgerufen werden kann. Es
ist Tätigkeit dem Wesen nach (C ist Tätigkeit des Ich als Substanz
betrachtet, wovon weiter unten, denn hier bleibt es bloße Redensart.) Das Gegenteil dieser Tätigkeit - D - wäre nun eine reelle Negation von Tätigkeit, nicht bloß Privation, die Tätigkeit Aufhebendes, Vernichtendes, nicht Zero, son-dern negative Größe.
Dies ist der wahre Charakter des
eigentlichen Seins, dessen Begriff man mit Unrecht für einen ersten,
unmittelbaren gehalten hatte, - denn der einzige unmittelbare Begriff ist der der Tätigkeit. Sein negiert in
Beziehung auf ein außer dem Sein gesetztes Tätiges; durch Sein wird
Machen aufgehoben. Was ist, kann nicht gemacht werden. Sein negiert
Zweck in Beziehung auf das Setzende; was ich bin, kann ich nicht werden.
/
So hat der gemeine
Menschenverstand, ohne es zu wissen, die Sache immer genommen. Mit der
Existenz der Welt wollte er sich nicht begnügen, er stieg zu einem Schöpfer auf.
Sein ist Charakter des NichtIch,
der Charakter des Ich ist Tätigkeit; der Dogmatismus geht vom Sein aus
und erklärt dies fürs Erste, Unmittelbare.
_________________________________________________________
J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 41f.
Nota. - Die
Dialektik von A, B, C und D ist schwindelererregend. Ob das wirklich
nötig war? Aber ich denke, er wollte nunmal auf seine Schlussfolgerung
hinaus: Der 'erste, un-mittelbare' Begriff ist nicht Sein, sondern
Tätigkeit. Sein ist nicht nur ein Mangel an Tätig-keit, sondern
Anti-Tätigkeit, Wider (Gegen)stand der Tätigkeit.
So entpuppt sich die radikale Transzendentalphilosophie, "echter durchgeführter Kritizis-mus", nicht bloß als eine implizite Anthropologie, sondern als eine Metaphysik sui generis, im allerstärksten Sinn: eine aktualistische Fundamentalontologie; als solche aber keine theo-retische Voraussetzung, sondern praktisches Postulat.
JE 18. 7. 16
Donnerstag, 5. Februar 2026
Wie kommt das Ich dazu, aus sich heraus zu gehen?
nach Dalí zu Wissenschftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik
Im Begriff oder in der Anschauung muss außer einander liegen, was im Gefühl eins ist. Un-sere Aufgabe ist nun: Wie mag das, was Sache des Gefühls ist, Objekt einer Anschauung oder des Begreifens werden können? /
Unsere Frage könnte auch so heißen: Wie kommt das Ich dazu, aus sich heraus zu gehen? Diese Frage macht eigentlich den Charakter der Wissenschaftslehre aus. Die Lehre von der produktiven Einbildungskraft wird hier eine neue Klarheit und Festigkeit erlangen. Die ge-samte Sinnenwelt wird durch sie hervorgebracht nach ihren bestimmten Gesetzen.)
J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 77f.
Mittwoch, 4. Februar 2026
Das, was ist, und das Nicht-Etwas.
aus Philosophierungen, oder Das VernunftsystemDie Grundmystifikation des Hegel'schen Systems war ein fauler Trick. Nämlich die dialek-tische Gleichsetzung von Sein und Nichts ganz am Anfang der Logik. Die Negation des Seins ist offenbar das Nichtsein. Das Nichts wäre dann die Totalität von Allem, was nicht ist. Das ist offenkundiger Blödsinn.
Es geht um das metaphysische Prinzip: die Gleichsetzung von Logischem und Realem. Position und Negation bilden nur logisch ein Paar. Realiter ist zuerst einmal das Positive; das Negative kommt danach – nicht als negatives Sein, sondern als aktive Verneinung; als Tat eines Subjekts; als Tat-Sache.
Nachtrag I. - Diese Pointe will ich erklären. Was ist, ist Etwas in Raum und Zeit. Was nicht in Raum und Zeit ist, ist nicht; nicht einmal Nichts. Logisches ist jenseits von Raum und Zeit. Es ist nicht, sondern gilt; für logisch in Raum und Zeit Urteilende. Was nicht gilt, ist nicht nichts, sondern ist ungültig für logisch Urteilende; Unfug heißt es umgangssprachlich.
Nachtrag II. - Und Nicht-Etwas ist nicht das Nichts und nicht einmal nichts. Es ist der Mangel an Etwas. Nichts ist er nur in Raum und Zeit, doch in der Vorstellung ist der Mangel immerhin eine Dynamis; und unbestimmt ist er auch nicht, sondern bestimmt durch seinen Bezug auf Etwas.
VII. Arbeit - Substanz oder Medium?
aus Marx und Fichte 4) ‘Arbeit’ : Substanz oder Medium Wenn also d...
-
flickr zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik Das Bestimmte, zu ...
-
Hugo Lederer, Fichte zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik Wieso hat Fichte mit dem Rekonst...