zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik
Man muss die Vernunft als Ganzes auffassen,
dann findet kein Widerstreit statt, dann ist die Natur ganz absolut
durch sich selbst gesetzt als absolutes Sein, entgegengesetzt nur dem
ab-soluten Ich. Diese Ansicht muss eine Naturwissenschaft nehmen.
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J. G. Fichte,Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 240
Nota. - Mit
der Natur - nämlich allem, was in ihr wirklich vorkommt - beschäftigen
sich die Wissenschaften. Sie ist, wie sie ist, und ohne Apriori, das ihr
zugrunde läge. Die Vernunft nimmt sie so, wie sie ist, und das heißt:
nicht anders, als sie erscheint. Die Vernunft ist reali-stisch. Auch gegenüber der selbstgemachten Geschichte der Menschen, die in ihr vorkom-men.
Ansonsten gibt es überhaupt nur die Sphäre des absoluten Ich, und das ist nichts anderes der Gang, den die Vorstellung genommen hat und nehmen musste, um Vernunft allererst hervorzubringen. Der
Natur ist sie natürlich, als ihrem Gegenstand, entgegengesetzt und
kommt in ihr nicht vor. Sie ist die Sphäre absoluter Tätigkeit.
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