zu Marxiana
Die welthistorische
Entwicklung der Nachfrage - ihre universelle Ausbildung - hängt zu-nächst
ab vom Bekanntwerden der Produkte der verschiednen Länder der Erde
unter sich. Wenn in der weiteren Entwickung die Nachfrage den Verkehr
schafft, so schafft ursprüng-lich der Verkehr die Nachfrage. Sie ist der
materielle Inhalt des Verkehrs - die Gesammtheit der Gegenstände des
Austauschs, der in den Tausch und Handel kommenden Waaren.
Kriege, Entdeckungsreisen u.s.w., alle historischen Ereignisse, wodurch
die Verbindung miteinander gebracht werden, sind ebenso viele
Bedingungen der Erweiterung der Nach-frage - der Bildung des Weltmarkts.
Das Wachstum der Nachfrage besteht unmittelbar, zunächst darin, daß
schon vorhandne Producte verschiedener Länder gegeneinander ge-tauscht werden. Die Nachfrage verliert allmählig den lokalen u.s.w.
Charakter und wird kosmopolitisch. In diese Consumtion der Invividuen
eines Landes geht so immer die Production aller Länder ein.
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K. Marx, Nachfrage, MEGA IV/6, S. 974
Nota. -
Nachfrage ist Bedürfnis; allerdings nur das durch Tauschwert - Geld -
zertifizierte, "geltend gemachte" Bedürfnis. Die ihm als Nachfrage
gegenüberstehende Geldmenge macht die angebotenen Gebrauchswerte als solche 'gültig' - indem sie ipso facto Tauschwert erhalten. Alles geht restlos auf.
Es gäbe gar kein
Problem, wenn nicht das Geld ungleich verteilt wäre. Die einen haben
grad soviel, dass sie ihren täglichen Lebensunterhalt dagegen eintauschen
können, die an-dern haben genug, um es als Kapital fungieren zu lassen.
Die Folge ist, dass eine Menge Bedürfnisse unbefriedigt bleiben und
eine Menge Gebrauchswerte ins Meer gekippt wer-den. [Die obige Notiz wurde in 1846-47 niedergeschrieden. (Gülich-Exzerpt).]
JE, 26. 11. 16
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