Sonntag, 28. Juni 2026

Ein Verhältnis von Sachen tritt an die Stelle des Verhältnisses zwischen Personen.

frauenzimmer                                                      aus Marxiana

Der gesellschaftliche Charakter der Thätigkeit, wie die gesellschaftliche Form des Products, wie der Antheil des Individuums an der Production erscheint hier als den Individuen gegen-über Fremdes, Sachliches; nicht als das Verhalten ihrer gegen einander, sondern als ihr Un-terordnen unter Verhältnisse, die unabhängig von ihnen bestehn und aus dem Anstoß der gleichgültigen Individuen auf einander entstehn. 

Der allgemeine Austausch der Thätigkeiten und Producte, der Lebensbedingung für jedes einzelne Individuum geworden
[ist], ihr wechselseitiger Zusammenhang, erscheint ihnen selbst fremd, unabhängig, als eine Sache.* Im Tauschwerth ist die gesellschaftliche Bezie-hung der Personen in ein gesellschaftliches Verhalten der Sachen verwandelt; das persön-liche Vermögen in ein sachliches. 

Je weniger gesellschaftliche Kraft das Tauschmittel besizt, je zusammenhängender es noch mit der Natur des unmittelbaren Arbeitsproducts und den unmittelbaren Bedürfnissen der Austauschenden ist, um so grösser muß noch die Kraft des Gemeinwesens sein, das die Individuen zusammenbindet, patriarchalisches Verhältniß, antikes Gemeinwesen, Feuda-lismus und Zunftwesen. (Sieh mein Heft, XII, 34 b.)
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K. Marx, Grundrisse, MEGA II/1.1  S. 90 [MEW 42, S. 91]  


*Nota. - Nachdem die 'Sachen' zu Begriffen substanzialisiert wurden! "Verdinglichung" er-scheint zuerst als Verbegrifflichung. 
JE, 26. 1. 16

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