aus Marxiana 3) der 'Stoff'
Gegenstand
der nationalökonomischen Wissenschaft ist das Kapital als die
spezifisch bür-gerliche Form des "R e i c h t u m s";
und da sie es
eben mit den Formen des Reichtums zu tun hat, geht sie, wie gesagt, der
'Stoff', aus dem der Reichtum 'gemacht' ist, an und für sich nichts an.
Jedoch, um w i s s e n s c h a f t l i c h zu sein — und als K r i t i
k zumal —, muß sie sich ihrer logischen Voraussetzungen vergewissern:
als dem theoretischen P r i n-z i p, von dem aus das empirische
Material zu o r d n e n und zu d e u t e n ist. Aber dies Prinzip
ist nicht 'gewiß', sondern erst noch problematisch, solange ein caput
mortuum von 'Stoff' übrigbleibt, das nicht in die Tätigkeit des Subjekts
aufgelöst wurde...
(Aber
der naheliegende Rückgriff auf die A r b e i t als Substanz des
stofflichen Reichtums führt in die Irre: Ein Gegenstand muß keineswegs
Arbeitsprodukt sein, um nützlich sein zu können; und außerdem ergäbe
sich eine abgeschmackte Tautologie: die Nützlichkeit des be-stimmten
Gegenstandes ergäbe sich aus der bestimmtem Nützlichkeit der ihn
produzieren-den Arbeit; und was machte die bestimmte Nützlichkeit jener
Arbeit aus? Nichts als die Nützlichkeit ihres Produkts...)
Also
wie ist der Stoff des Reichtums 'an sich' bestimmt? "Stofflich
betrachtet, ist der Reich-tum nichts anders als der Reichtum der
Bedürfnisse", und so ist der 'Stoff' allerdings i m S u b j e k t
gesetzt; denn sein 'Bedürfnis' hat das Subjekt s e l b s t e r z e u g
t: das war jene "erste geschichtliche Tat" ('Tathandlung', "generatio
aequivoca"), mit der 'der Mensch' aus seiner Naturbestimmtheit heraus-,
und in die Geschichte — als dem Selbsterzeugungs-akt seiner 'Gattung' — eingetreten ist. Mit der Produktion seines Bedürfnisses setzt 'das
Sub-jekt' sich als solches — und b e w ä h r t sich als solches nicht
in der Befriedigung, son-dern in der unablässigen ('unendlicher Progreß')
N e u s c h ö p f u n g der Bedürf-nisse.
Die "erste geschichtliche Tat" ist dabei n.b. nicht als der Bericht von
einer tatsächlichen Be-gebenheit, sondern als S i n n behauptung
aufzufassen: das historische Geschehen s o l l so aufgefaßt werden, a l s o b in ihm 'das Subjekt sich selbst setzt'; das ist die
transzen-dentale Voraussetzung, der 'Standpunkt', die ('fundamental'-)
ontologische S t e l l u n g - n a h m e, über (hinter) die kein Begriff
hinaus-(zurück-)führt, sondern der im Gegenteil allem Begreifen zu G r
u n d e liegt — als theoretisches 'Prinzip', d.h. aus der realen Wis-senschaft nicht a b g e l e i t e t, sondern ihr v o r a u s g e s e t z t.
(Soviel
über "Materialismus"; aber übrig bleibt immerhin als unbegriffner Rest
der Gegen-stand des Bedürfnisses a l s s o l c h e r, sein 'dingliches Substrat'. Indes, was ist "das Ge-genständliche am
Gegenstand"?! Es ist seine "G l e i c h g ü l t i g k e i t g e g e
n d i e Z w e c k e d e r A r b e i t" — und wird im Akt der
Produktion (= A n e i g n u n g an diese Zwecke) "als v e r s c h w i n
d e n d gesetzt"; also: er i s t begriffen, aber negativ, d.h. nicht
als das, was er i s t, sondern als das, was er n i c h t ist;
als u n bestimmt, d a s h e i ß t als bestimm b a r. Also selbst
seine Gegenständ l i c h k e i t 'ist' nur, sofern sie dem Bedürfnis g
i l t: als Bestimmbarkeit überhaupt.
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