aus Marxiana A
Daß
Lukács die ‚Dialektik‘ aus der N a t u r entfernt und ausschließlich
im ‘Subjekt’ be-gründet habe, sei p r a k t i s c h ohne Belang,
solange nämlich jenes Subjekt als objektiv s e i e n d aufgefaßt
werde: Denn wenn das Subjekt (=”Proletariat“) real g e g e b e n sei,
dann sei es auch die in ihm gründende Dialektik: ein objektives G e s e
t z — nicht der Natur, aber, was viel schlimmer ist, der Geschichte; f
r e i ist dieses 'Subjekt' dann aller-dings nur noch nach Maßgabe
seiner “Einsicht in die Notwendigkeit”; und da ja diese ‘Notwendig-keit‘
ihrerseits o b j e k t i v ist, nämlich in einem S e i n
begründet, dann läßt sie sich auch 'objektiv' “erkennen” — l o s g e l
ö s t vom ‘Subjekt‘, s t e l l v e r t r e- t e n d, durch den 'kollektiven' Theoretiker: DIE PARTEI …
Theoretisch
ausgedrückt: Der Fehler sei, daß Marx seine Dialektik auf den
Standpunkt der 'emanatistischen' Logik H e g e l s gegründet habe
(statt auf den transzendentalen Stand-punkt der kritischen Philosophie),
indem er das logisch zugrunde gelegte Subjekt als ein S e i n
auffasse, und nicht als G e l t u n g.
Dieser
Vorwurf trifft nun zwar zu auf G. Lukács, aber nicht, wie ich darlegen
will, auf Marx: Dessen 'vom-Kopf-auf-die-Füße-Stellen' der Hegelschen
Dialektik bedeutet nämlich die Wiederherstellung, bzw. richtiger: die
Neubegründung der k r i t i s c h e n Dialektik der F i c h t e’ schen 'Wissenschaftslehre' – zunächst als Neubegründung der 'ontologischen' G r u n d l a g e, dann als Wiederherstellung ihrer logischen M e t h
o d e.
Im
z w e i t e n Teil — der gesamten ‘Kritik der politischen Ökonomie’ —
geht es, a l s Kritik, um die Durchführung der (onto)logischen
Voraussetzung — nach der die (ökono-mischen) Kategorien nichts seien als
Handlungsweisen des Subjekts — am empirischen Material. Diese
Durchführung ist 1) Kritik einer vorliegenden historischen Wissenschaft,
der klassischen Nationalökonomie; 2) positive Darstellung des
empirischen Stoffs selbst: des Gesamtprozesses der kapitalistischen Form
der gesellschaftlichen Reproduktion nach dem Prinzip des
vorangestellten ’Standpunkts‘; 3) durch die Darstellung des Stoffs,
Dar-stellung des ‘Standpunkts’ selbst: Reflexion über den ‘Standpunkt’
als Reflexion auf das tatsächlich angewendete/anzuwendende Verfahren,
und insofern auf dessen Vorausset-zungen: genauere Bestimmung derselben —
des sich selbst setzenden Subjekts — nicht als “seiend“, sondern als g
e l t e n d .
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