Muybridge zu Philosophierungen
Nichts gilt ("als seiend") ohne Bedingung.
Was ist eher da: das Bedingte oder die Bedingung? Natürlich das Bedingte - aber nur als Bedingtes; die Bedingung ward ihm voraus gedacht - nämlich nicht als sachliche causa, sondern als sinngebende actio.
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Es mag wohl sein, dass die Sinneszellen auf meiner Netzhaut nur Pixel sehen. Aber die Neuronen, die sie in meinem Gehirn wahr nehmen, erkennen darin ein Bild. Was war früher da: Das Bild, das ich sehe, oder die Pixel, bevor ich es sah? Natürlich die Pixel nicht, denn die hätte ich, wenn sie auch da waren, nicht sehen können.
Die Lösung ist denkbar einfach: Nichts ist sehbar für einen, der nicht sehen kann.
Wenn keiner sehen kann, ist nichts sichtbar. Höchstens für eine höhere Intelligenz, die alles sieht, weil sie alles erschaffen hat. Doch von der kann man nichts wissen; die müsste man schon glauben.
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