posterlounge aus Marxiana
Es gehört noch nicht hierher, kann hier aber schon erinnert werden, wie
dem Schaffen der Surplusarbeit auf der Einen Seite entspricht ein Schaffen
von Minus-Arbeit, relativer idle-ness (oder nicht-productiver Arbeit im besten
Fall) auf der andren.
Es versteht sich dieß
erstens vom Capital von selbst;
dann aber auch den Klassen mit denen es theilt; also von den vom
Surplusproduce lebenden Paupers, flunkeys, Jenkinses etc kurz dem ganzen
train von retainers; dem Theil der dienenden Klasse, der nicht von
Capital,
sondern von Revenue lebt.
Wesentlicher Unterschied dieser dienenden und
der arbeitenden Klasse. In Bezug auf die ganze Gesellschaft das Schaffen
der disponiblen Zeit dann auch als Schaffen der Zeit zur Production von
Wissenschaft, Kunst etc. Es ist keineswegs der Entwicklungsgang der
Ge-sellschaft, daß weil Ein Individuum seine Noth befriedigt hat, es nun
seinen Ueberfluß schafft; sondern weil Ein Individuum oder Klasse von
Individuen gezwungen wird mehr zu arbeiten als zur Befriedigung seiner
Noth nöthig – weil Surplusarbeit auf der Einen Seite – wird Nichtarbeit und
Surplusreichthum auf der andren gesezt.
Der Wirklichkeit nach existirt die
Entwicklung des Reichthums nur in diesen Gegensätzen; der Möglichkeit
nach ist eben seine Entwicklung die Möglichkeit der Aufhebung dieser
Ge-gensätze.
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K. Marx, Grundrisse, MEGA II/1.1, S. 308 [MEW 42, S. 314f.]
Nota. - Ihren guten Sinn hat die bürgerliche Produktionsweise, indem sie die sachliche Möglichkeit von freier Zeit für alle schafft.
JE, 24. 5. 20
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