aus Marx und Fichte
5) die drei Gestalten des ’Arbeitsvermögens‘
Das
‘Arbeitsvermögen überhaupt’ kann also auch nicht der real wirkende G r
u n d hinter der empirischen Geschichte sein: denn es ist ja selber
ein geschichtliches Produkt. Und das nicht einmal als ein ‚Sein’,
sondern wiederum nur als Geltung.
Denn
es hat gar keine empirische Existenz, ist auch nicht analytisch
aufgefunden durch die Anwendung der ökonomischen Kategorien auf das
empirische Material, sondern ist synthe-tisch e r s c h l o s s e n
aus der phänomenal gegebnen ‘lebendigen Arbeit’ als dem durch es
Begründeten. Es ist noch reine Reflexionsbestimmung ohne eigne Realität,
ist dýnamis, n i c h t wirkende Kraft; es ist rein formal
bestimmt als das vermittelnde Glied zwischen dem eigentlich setzenden
Vermögen (‘Bedürfnis’) und den gegen ihn gleichgültigen Gegen-ständen.
Als
transzendentaler Grund dar wirklichen lebendigen Arbeiten ist dasjenige
’a n’ den empirischen Arbeitern, was sie a l s einander gleich g e
l t e n macht: nämlich Besitzer eines Quantums von diesem allgemeinen
Vermögen zu sein, das sie als Ware zum Tausch anbieten können.
Die
Abstraktion ‘Arbeitsvermögen’ steht der andern Abstraktion ‘Arbeits m i
t t e l’ ge-genüber (=‘das’ Kapital); dagegen der einzelne Arbeiter ist
stets nur Besitzer eines individu-ellen Arbeitsvermögens, und gilt
lediglich gegenüber dem Kapital als Individuation eines allgemeinen
Vermögens, nämlich als ein bestimmtes Quantum davon: eine Arbeits k r a f
t; d. h. weder an, noch für sich selbst ist der einzelne Arbeiter
Repräsentant eines Allgemei-nen (‚Erscheinung‘ eines ‚Wesens‘), sondern
immer nur fürs Kapital; und umgekehrt steht ihm immer nur eine
bestimmter K a p i t a l i s t gegenüber, nie ‚das‘ Kapital (d. h. s o
f e r n es ihm gegenübersteht, nämlich ihn ‚anwendet‘; ‚das’ Kapital
tritt ihm allenfalls negativ ge-genüber, nämlich... wenn es ihm n i c h t
gegenübertritt, wenn es n i c h t d a ist, um ihn anzuwenden...)
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