aus Marxiana
Der Mensch vereinzelt sich
erst durch den historischen Process. Er erscheint ursprünglich als ein
Gattungs-wesen, Stammwesen, Heerdenthier – wenn auch keineswegs als ein
ζω̃ον πολιτιϰόν im politischen Sinn.
Der Austausch selbst ist ein Hauptmittel /
dieser Vereinzelung. Er macht das Heerden-wesen überflüssig und
löst es auf.
Sobald die Sache sich so gedreht, daß er als Vereinzelter nur mehr sich
auf
sich bezieht, die Mittel aber, um sich als Vereinzelter zu setzen, sein
sich
Allgemein- und Gemeinmachen geworden sind. In diesem Gemeinwesen ist
das objektive Dasein des Einzelnen als Eigenthümer, sage z. B.
Grundeigenthümer vorausgesezt und zwar unter gewissen Bedingungen, die
ihn an das
Gemeinwesen ketten, oder vielmehr einen Ring in seiner Kette machen.
In
der bürgerlichen Gesellschaft steht der Arbeiter z. B. rein objektivlos,
subjektiv da; aber die Sache, die ihm gegenübersteht, ist das wahre
Gemeinwesen nun geworden, das er zu verspeisen sucht, und von dem er
ver-speist
wird.
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K. Marx, Grundrisse, MEGA II/1.2 S. 399f. [MEW 42, S. 404]
Nota I. - Das
wahre Gemeinwesen, das er zu verspeisen sucht und von dem er verspeist
wird, ist offenbar der zu Geld gewordene Tauschwert. Zum Einzelnen kann
er nur in die-sem Gemeinwesen werden. Anders: Als Aus-tauschender
führt der Mensch zugleich eine private und eine öffentliche Existenz.
Öffentlich wird er, sobald er mit dem geldgewor-denen Tauschwert in
Berührung kommt.
28. 9. 15
Nota II. - Bei Fichte wird das Ich Individuum, soald es in der Reihe der vernünftigen Wesen die Aufforderung vernommen hat und durch erste SelbstBestimmungsakte aus der Reihe her-vorgetreten ist. Das ist mehr als eine Analogie; es ist eine Verwandtschaft.
JE
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