Maria Reinfeld, zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik
Witz ist eine sehr
ernsthafte Sache.
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J. G. Fichte, Erste Wissenschaftslehre von 1804, Stuttgart 1969, S. 8
Wenn z.B. der Philosoph eine Idee in allen ihren einzelnen Bestandtheilen Schritt vor Schritt zerlegt, jeden dieser Bestandtheile, einen nach dem andern, durch eines jeden eigenthümlichen Grenzbegriff bestimmt, und von ihm unterscheidet, so lange bis die ganze Idee erschöpft ist: so geht er den Weg der methodischen Mittheilung, und beweiset mittelbar die Wahrheit seiner Idee.
Gelingt es ihm nun etwa noch zum Beschlusse das Ganze in seiner absoluten Einheit in einen einzigen Lichtstrahl zu fassen, der es wie ein Blitz durchleuchte und abgesondert hinstelle, und jeden verständigen Hörer oder Leser ergreife, dass er ausrufen müsse: ja wahrhaftig so ist es, jetzt sehe ich es mit einemmale ein; so ist dies die Darstellung der aufgegebenen Idee in ihrer unmittelbaren Anschaulichkeit, oder die Darstellens derselben durch den Witz: und hier zwar durch den directen oder positiven Witz.
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Nota. - So geht es natürlich auch: Er gibt erst seinen Witz zum Besten und erklärt ihn danach; oder irgendein anderer, der ihn verstanden hat.
Didaktisch ist das sogar geschickter; aber nicht mehr lustig.
JE.
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